Luftmassenbewegung bei unterschiedlichen Gebäudesituationen
Generell ist zu bemerken, dass die einströmende Luftmasse im Türbereich maßgeblich durch zwei physikalische Größen bestimmt wird.
1. Die nach innen gerichtete Kaltluftbewegung vermischt sich infolge thermischer Gesetze mit der im Innenraum vorhandenen Warmluft. Auch hier ist wie bei anderen physikalischen Gesetzen ein Prozess, der auf Ausgleich bzw. Neutralisation von Kräften abzielt, zu erkennen.
2. Als zweite physikalische Größe muss der auf den Türbereich und damit auf den Innenraum gerichtete Winddruck mit berücksichtigt werden.
3. Je höher der nach innen einströmende Kaltluftanteil gegenüber dem nach außen strömenden Warmluftanteil im Eingangsbereich wird, desto höher wird die Leistung sein, die ein effektives Abschirmen der voneinander zu trennenden Klimabereiche gewährleisten soll.
Gebäudesituation A:

In einem eingeschossigen Gebäude ohne Verbindung zu oberen Etagen und ohne geöffnete Fenster bzw. Leckagen liegt die Neutralzone bei 50% der Türhöhe. Somit nehmen die ein- und ausströmenden Luftmassen im Türbereich gleiche Querschnittsflächenanteile ein.
Gebäudesituation B:

In einem Gebäude mit zwei Etagen, die miteinander über Treppen verbunden sind und zudem über Möglichkeiten verfügen, die ein zusätzliches Ausströmen von Warmluft erlauben, verschiebt sich die Neutralzone im Türbereich in Abhängigkeit von der Größe der Leckagen und/oder geöffneten Fenstern. Das bedeutet, dass bei diesen örtlichen Gegebenheiten die Querschnittsfläche der einströmenden Kaltluft die Querschnittsfläche der ausströmenden Warmluft übersteigt, d.h. die Neutralzone verschiebt sich zum oberen Türbereich.
Gebäudesituation C:

Bei einem mehrgeschossigen Gebäude mit mehren über Treppen verbundenen Etagen und evtl. mehreren Leckagen bzw. geöffneten Fenstern kommt es zum vermehrten Warmluftaustritt in Abhängigkeit zu der Austrittsgröße dieser Leckagen bzw. Fenster. Entsprechend verschiebt sich die Neutralzone weiter nach oben in Richtung Türhöhe, was im Extremfall dazu führt, dass die ausströmende Warmluft im Eingangsbereich gegen Null strebt und nur noch der Kaltluftstrom die gesamte Querschnittsfläche der Türe einnimmt und somit nur noch ein nach innen gerichteter Luftstrom resultiert.